Georg Büchner gilt trotz seines schmalen Werkes – er starb bereits im Alter von 23 Jahren – als einer der bedeutendsten Literaten des Vormärz.
Als Vormärz wird ein Zeitabschnitt der deutschen Geschichte bezeichnet. Er wird auf die Jahre vor der sogenannten Märzrevolution (1848) datiert. Die Literaturepoche des Vormärz umfasst denselben Zeitraum. Bildungsbürgertum, Studenten und Literaten forderten Freiheit, Gleichheit sowie eine demokratische Verfassung. Ihrer politisch-revolutionären Bewegung gegenüber stand die konservativ-restaurative Strömung des Biedermeier.
Als Junges Deutschland (1825–1848) wird eine kurze literarische Epoche bezeichnet, die sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Gegenbewegung zum herrschenden Zeitgeist verstand. Im Gegensatz zum unpolitischen Biedermeier wurden vom Jungen Deutschland liberale Ideen aufgegriffen.
Leitete der Wiener Kongress (1815) mit der Neuordnung Europas zunächst eine Phase der politischen Stabilisierung ein, wurde vor allem von einigen den Ideen der Aufklärung verpflichteten Studenten und Professoren gegen den Mangel an Freiheit und staatlicher Einheit in Deutschland aufbegehrt. Die oftmals nur lose miteinander in Kontakt stehenden Schriftsteller hatten sich den Kampf gegen die restaurative Politik der Fürsten des »Deutschen Bundes« zum Ziel gesetzt.
Das Verbot sämtlicher Schriften des Jungen Deutschland im Dezember 1835 läutete den Bedeutungsverlust dieser literarischer Bewegung ein. Der Märzrevolution im Jahr 1848 bahnten fortan forschere Töne den Weg – die nunmehr an Bedeutung gewinnende Literatur des Vormärz ist von einem noch größeren revolutionären Elan geprägt.
Auf dem berühmten Hambacher Fest vom 27. Mai 1832 demonstrieren rund 30.000 Menschen gegen die politischen Verhältnisse.
Quelle: Junges Deutschland (1825–1848) - Literaturepochen
https://www.inhaltsangabe.de/wissen/literaturepochen/junges-deutschland/
